Mein Konzept



 „Hilf mir, es selbst zu tun."

"Das ganze bewusste Streben des Kindes geht dahin, sich durch die Loslösung vom Erwachsenen und durch die Selbständigkeit zur freien Persönlichkeit zu entwickeln. Unsere Erziehung trägt diesem Streben Rechnung: und unser Bemühen ist es, dem Kind zu helfen, selbstständig zu werden."
 - (Maria Montessori)

Mein Bild vom Kind orientiert sich an der Pädagogik von Maria Montessori, die Erziehung ohne Zwang betont, wobei jedem Kind die Freiheit gewährt wird, selbst zu entscheiden, womit es spielen möchte.
Kinder sind von Natur aus neugierig und möchten alles erkunden, anfassen und begreifen. Sie möchten die Welt mit ihren eigenen Augen sehen.
Meine Rolle besteht darin, sie dabei zu unterstützen und zu begleiten. Es ist von großer Bedeutung, dass sie mir vertrauen können, sich geborgen fühlen und die Freiheit haben, sich in ihrer Einzigartigkeit zu entfalten.
Jedes Kind ist individuell wunderbar und verfügt über eigene Interessen und Bedürfnisse, die ich mithilfe von geeigneten pädagogischen Mitteln spielerisch fördern kann.
 Jedes Kind hat das Recht auf seine eigene Meinung und das Recht mitzubestimmen, wann und was es lernen möchte. Es ist entscheidend, Kinder dazu zu ermutigen, Dinge eigenständig zu bewältigen, wobei die Partizipation eine bedeutende Rolle spielt. #Durch die Beteiligung erfahren Kinder, dass ihre Interessen und Meinungen gehört werden und dass ihre Ansichten zählen.
Dies stärkt ihre Eigenständigkeit und Selbstvertrauen. Jedes Kind sollte die Erfahrung machen, dass es richtig und wichtig ist.


Die Ernährung

 Ich lege großen Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Süße Speisen sind grundsätzlich ausgenommen, außer zu besonderen Anlässen wie Kindergeburtstagen und nach vorheriger Absprache mit den Eltern. 
Das Frühstück und das 
 Mittagessen werden von mir täglich frisch zubereitet und enthalten sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel. Spezialnahrung, wie beispielsweise Säuglingsmilch oder Babygläschen, bereite ich nicht zu, es sei denn, dies wird im Vorfeld mit den Eltern abgestimmt und kann von ihnen mitgebracht werden. 
Als Snacks stelle ich den Kindern saisonales Obst und Gemüse sowie Knabbereien wie Sesamstangen, Maisstangen und zuckerfreie Kekse zum Naschen zur Verfügung. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Esstisch eingenommen, es sei denn, wir sind unterwegs. Bei der Auswahl der Speisen und der Menge richte ich mich nach dem Kind, wobei ich sein Sättigungsgefühl und die Ablehnung bestimmter Speisen respektiere.



 Tagesablauf und Regeln

 Zwischen 8:00 und 8:30 Uhr ist die Bringzeit, in dieser Zeit erfolgt die Begrüßung und das freie Spiel.
Ab 9:00 Uhr bis etwa 9:30 Uhr nehmen wir gemeinsam das Frühstück ein. Danach waschen sich die Kinder die Hände und werden nach Bedarf gewickelt. Gegen 10:00 Uhr gehen wir nach draußen, sofern es das Wetter erlaubt. Andernfalls lesen, singen, malen, basteln, tanzen oder turnen wir.
Ab 11:30 Uhr bereite ich das Mittagessen vor, das zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr gemeinsam eingenommen wird. Nach dem Mittagessen räumen wir gemeinsam auf, wickeln und waschen die Kinder.
Ab 13:00 Uhr ist Ruhepause bzw. Schlafenszeit angesetzt.
Ab 15:00 Uhr können die Kinder von ihren Eltern abgeholt werden.
Nach 15:00 Uhr gibt es Freispiel und Snacks bis zur Abholung. Beim Abholen bitte ich zu beachten, dass das Kind von der abholenden Person angezogen wird. Anschließend verabschiedet sich das Kind von den anderen Kindern und von mir. Gleiches gilt beim Bringen: Das Kind wird von der bringenden Person aus- oder umgezogen und sollte mit einer frischen Windel gebracht werden, ohne Essen oder Trinken in der Hand.

Regeln
- eine liebevolle Begrüßung und Abschied 
- ein liebevolles und respektvolles Miteinander 
- wir räumen gemeinsam auf 
- wir waschen unsere Hände nach jedem Toilettengang und vor jeder Mahlzeit 
- wir essen nur am Tisch 
- beim Überqueren der Straße bleiben die Kinder im Krippenwagen sitzen 
- die Schuhe werden im Flur ausgezogen 
- Spielzeug wird nicht absichtlich zerstört oder andere Kinder damit verletzt



 Eingewöhnung

Um den Kindern einen bestmöglichen Start in der Kindertageseinrichtung zu ermöglichen, arbeite ich nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Dieses Modell basiert auf der behutsamen Begleitung der Kinder durch eine ihrer wichtigsten Bezugspersonen, in der Regel die Mutter oder der Vater. Dadurch werden die Kinder schrittweise an die neue Situation gewöhnt. 
Die Eingewöhnung dauert im Allgemeinen etwa 14 Tage, kann jedoch maximal drei Wochen oder auch länger in Anspruch nehmen. Jedes Kind benötigt seine individuelle Zeit, um sich von den Eltern zu lösen. Mein Ziel ist es, dass die Kinder sich in der neuen Umgebung geborgen und sicher fühlen und Vertrauen zu mir als Tagesmutter aufbauen. Die Eingewöhnung besteht aus vier Phasen: 

1. Phase (Grundphase) Schnupperphase (ca. 1-3 Tage): Während dieser Zeit (1-2 Stunden) steht das Kennenlernen zwischen dem Tageskind und mir im Vordergrund. Ein Elternteil bleibt passiv anwesend, ohne jedoch in die Betreuung einzugreifen. In dieser Phase findet noch kein Trennungsversuch statt. 
2. Phase (Trennungsphase ab dem 4. Tag): Die Bezugsperson (Mutter, Vater, Großeltern usw.) verabschiedet sich vom Kind, verlässt den Betreuungsraum, bleibt jedoch in der Nähe. 
3. Phase (Stabilisierungsphase): Das Elternteil verabschiedet sich vom Kind, bleibt aber in der Nähe und informiert das Kind darüber, wohin es geht und wann es wieder abgeholt wird. Sobald sich das Kind von mir trösten lässt und sich an mich als Bezugsperson gewöhnt hat, kann die letzte Phase beginnen. 
4. Phase (Abschlussphase): Die Eltern oder eine andere Bezugsperson halten sich nicht mehr in der Einrichtung auf, und die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen. Das Kind lässt sich von mir beruhigen und vertraut mir.



 Zusammenarbeit mit den Eltern
 

Eine enge, ehrliche und transparente Zusammenarbeit mit den Eltern ist mir von großer Bedeutung. 
Vor Beginn der Betreuung Ihres Kindes bitte ich Sie, mich umfassend über den Entwicklungs- und Gesundheitszustand, die Einschlafrituale (Beruhigungshilfen), Essgewohnheiten (Brei oder feste Nahrung, Allergien, Unverträglichkeiten), Schlaf- und Essenszeiten sowie die Lieblingsspielzeuge und -Beschäftigungen Ihres Kindes zu informieren. 
Alles, was nicht während der Bring- und Abholzeiten besprochen werden kann, kann bei einem zeitnahen Termin für ein persönliches oder telefonisches Gespräch geklärt werden. Eine wechselseitige Wertschätzung, Anerkennung und Unterstützung sind entscheidend, um den Kindern ein positives Selbstbild zu vermitteln.